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Zu unserem Veranstaltungsplan
Dieser öffnet in einem gesonderten Fenster, Ihr findet dort die aktuelle Planung unserer Termine ...
Nachfolgend könnt Ihr unsere immer wieder interessanten Berichte aus dem Vereinsleben lesen (diese sind teilweise mit Fotos aus unserer Galerie verknüpft, sofern vorhanden ...). Aufgrund unserer vielen unterschiedlichen Aktivitäten sind die Berichte nach Jahren unterteilt.

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2. Herbstfahrt auf dem Bodensee

... von Rainer Kleinfeldt

Abweichend von unserem vor Jahren beschlossenen Fahrplan starteten wir zu viert die diesjährige Herbst-Springseefahrt statt im September erst im November. Der Grund dafür lag bei dem nachzuholenden runden 50. Geburtstag von Uwe Mews am 31. Oktober. Damit war unser Ziel also wieder Moos am Bodensee.
Dort hatte Uwe auf unseren Wunsch hin eine Ferienwohnung in der Oberen Reute 21 bestellt. Bis auf den fehlenden Wolle Hu konnten wir uns nach der doch recht langen Autofahrt dort gut einrichten und zogen dann zu Fuß ein paar Ecken weiter in die Kaiserstraße 18. Hier wurden Uwe von seinem alten Verein die besten Glückwünsche zum Erreichen des halben Jahrhunderts ausgesprochen, Geschenke überreicht und Erinnerungen wie Neuigkeiten ausgetauscht. Ganz vorzüglich war von Ute natürlich auch der Tisch gedeckt, wo wir kräftig zulangen konnten.

Auch ein paar weitere Ruderkameraden aus Konstanz waren mit in der Nach-Geburtstagsrunde; mit denen wir unsere geplanten Fahrtenziele erörterten. Diese Planung war von Uwe auch so ausgerichtet, dass sie der fortgeschrittenen Jahreszeit im November entsprach.

So begann unsere Wanderfahrt am Freitag, dem 07.11.03 vormittags auf dem Bahnhof Radolfzell, wo wir mit unseren Seesäcken auf dem Rücken den "Seehas" bestiegen und damit nach Konstanz fuhren. Dort schloss sich eine Hafenbesichtigung bis zur bekannten Imperia-Figur an und dann ging es weiter über die uns schon geläufige Rhein-Brücke zum Bootshaus von Neptun Konstanz.
Da wir diesmal den Untersee, das sogenannte Unikat vom Bodensee befahren wollten, wurde keine "Joll del mare" sondern ein "fast" normaler Gig-Doppelvierer genommen. Die Besonderheit daran war, dass neben den Stemmbrettern auch die Rollschienen zu verstellen waren - eine für uns ungewohnte Sache.
Somit ging es von Konstanz also rheinabwärts, jedoch bemerkten wir die Strömung kaum. Das Wetter war für November ideal. Bei dieser schönen Gegend, dem reichlichen Neuwasser für alle und dem Probieren einer Bassgeige kam bei allen schnell gute Laune auf.
Bald zog es uns dann an der Höri entlang und noch gerade vor dem Dunkelwerden erreichten wir den Hafen von Moos, unser Tagesziel.

Der nächste Tag führte uns in die Schweiz nach Stein am Rhein. Hier war nach dem Verlassen des Seitenarms des Bodensees an der Höri doch schon recht stark die Strömung des Rheins zu merken, obwohl der Rheinfall Schaffhausen noch einige Kilometer entfernt war. In Stein am Rhein stärkten wir uns und besichtigten auch die altehrwürdige Stadt aus dem sehr frühen Mittelalter. Besonders imposant und einprägend waren die riesigen bunten Bemalungen an den Häusergiebeln.
So schön es aber hier auch war, wir mussten wieder in See stechen, um gegen den Strom rudernd halbwegs noch im Hellen wieder im Hafen von Moos anzukommen. Hier gab es dann nur noch das Problem des Bootherausnehmens, denn der Bodensee war kalt und hatte einen sehr niedrigen Wasserspiegel von über einem Meter unter dem Mittleren Niedrigwasser (MNW). Also absolvierten wir so bei jedem An- und Ablegen eine ungewollte Kneipp-Tour mit Schlammbädern und Wassertreten.

Die richtige Kneipe, das Seglerheim, brachte uns aber bald wieder Wärme und erhöhte unsere ohnehin gute Laune.

Ute - in diesem Moment unsere Fischerin vom Bodensee - erwartete uns auch schon sehnsüchtig mit den Konstanzer Ruderern, die am nächsten Tag das Boot mit Uwe zurückrudern wollten. Sie tischte uns wieder alles auf, was Küche und Kühlschrank hergaben und sorgte damit zu einem großen Teil für unser Wohl und nette Stunden am Bodensee, die wohl lange bei uns in Erinnerung bleiben werden. An diesem Abend wurde auch ein neuer König avisiert, dem wir ab sofort immer stets zu Diensten standen.

Die Verabschiedung voneinander erfolgte am nächsten Vormittag am Hafen von Moos, nachdem uns Uwe noch einige Präsente für unseren Verein mit auf den Weg gab. Dazu gehörte auch eine Kiste Baden-Württemberger Wein der Marke Bassgeige, mit dem doch alle ihm bekannten alten Kameraden von Turbine Grünau auf sein Wohl anstoßen sollen. Schweren Herzens stiegen wir in unser Auto, nachdem wir den Bodensee-Vierer verabschiedet und uns bei Ute für die ganz tolle Betreuung herzlich bedankt hatten. Auf dem Wege nach Berlin ließen wir in Gedanken noch einmal die Fahrt an uns vorüberziehen.
Sie war sehr schön aber viel zu kurz, wenn man bedenkt, dass für etwa 80 zu rudernde Kilometer beinahe 2000 km mit dem Auto gefahren werden mussten.

Letzte Aktualisierung / last update: 10.08.2017