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Nachfolgend könnt Ihr unsere immer wieder interessanten Berichte aus dem Vereinsleben lesen (diese sind teilweise mit Fotos aus unserer Galerie verknüpft, sofern vorhanden ...). Aufgrund unserer vielen unterschiedlichen Aktivitäten sind die Berichte nach Jahren unterteilt.

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Abrudern 2011

Soviel Herbst war lange nicht

... von Matthias Kohls

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(Bilder vorhanden!)
Ende Oktober, am Sonnabend, den 29.10.2011, fand das traditionelle Abrudern zum ESV Schmöckwitz statt.
Nachdem sich zahlreiche Abruderer auf der noch taufeuchten Wiese mit dem bunt geschmückten Flaggenmast eingefunden hatten, erschien auch der Wanderruderwart, der in Vertretung des schmerzhaft vermissten 1. Vorsitzenden die Anwesenden begrüßte und die bereits eingeteilten Mannschaften mit besten Wünschen auf den jeweils gewählten Weg schickte.
Auch in diesem Jahr konnte Turbine viele Gäste, insbesondere vom ARC und aus Tegelort, begrüßen. Bei strahlendem Sonnenschein, der die klare Herbstluft bis auf 16 Grad erwärmte, nahm das Unternehmen seinen Anfang.
Neben mehreren gesteuerten Vierern kam auch die seit der Müggelseeregatta ruhende "Klingelhöfer" wieder zu Ehren. Eine aus Turbine, ARC und Tegelort bunt gemischte Besatzung brachte sie zu Wasser und machte sich auf eine Große Umfahrt. Diese Änderung der eigentlich vorgesehenen Route war das Ergebnis einer basisdemokratisch herbeigeführten Entscheidung mit diktatorischen Einsprengseln, die am Rande der traditionellen Fahrtbesprechung im Thekenbereich herbeigeführt wurde. Sie sollte sich als goldrichtig erweisen.
Wir wählten den Weg über das Köpenicker Becken und die Müggelspree bis zu deren Übergang in den Müggelsee. Hier erlebten mehrere Mitruderer - der Autor inbegriffen - etwas für sie noch nie Dagewesenes. Das andere Ufer des Berliner Meeres, das spiegelglatt vor uns lag, war im Nebel verschwunden. Wir nahmen die Überquerung trotzdem in Angriff. Die Sichtweite sank alsbald bis auf ca. 50 m, die Bojen waren bereits abgeräumt, terrestrische Navigation unmöglich. Die Gespräche verstummten, nur die Wasserarbeit war zu vernehmen. Im unwirklichen Licht zog die "Klingelhöfer" ihre Bahn aus dem Nichts in das Nichts. So, nur etwas dunkler, stelle ich mir den Styx vor. Der Große Steuermann (Rolf Neumann) brauchte die Erfahrung seines langen Ruderlebens und die Kenntnis vom Stand der Sonne, um uns trotz alledem auf einem fast idealtypischen Kurs an das andere Ufer zu lotsen. Dort trafen wir auf einen ARC-Vierer, der sich mühsam am Ufer entlang getastet hatte. Hocherfreut schloss er sich uns an und nach wenigen hundert Metern erreichten wir den Steg von Luftfahrt Rahnsdorf. Die Erde hatte uns wieder, was nach Wanderruderart mit zwei, drei Bierchen gefeiert wurde.
Im weiteren Verlauf bewältigten wir - inzwischen kurzärmlig - Neu-Venedig und Hessenwinkel, berührten den Dämeritzsee und erreichten nach Passage des Gosener Kanals den Seddinsee. Schon in Höhe der Kleinen Krampe waren vielversprechende Schallimmissionen vom Vereinsgelände des ESV wahrzunehmen. Dort war es dann wie immer - im besten Sinne. Die Wanderrudergemeinde lag sich in den Armen. Die Kameraden vom ESV hatten in bewährter Weise und mit geübter Hand alles dafür Notwendige vorbereitet.
Sogar die Rückfahrt zum Verein war noch lustbetont.

Danke, dass ich das erleben durfte.

Letzte Aktualisierung / last update: 05.10.2017