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Nachfolgend könnt Ihr unsere immer wieder interessanten Berichte aus dem Vereinsleben lesen (diese sind teilweise mit Fotos aus unserer Galerie verknüpft, sofern vorhanden ...). Aufgrund unserer vielen unterschiedlichen Aktivitäten sind die Berichte nach Jahren unterteilt.

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Cool Rowing

... von Ralf Kornhuber (vom Akademischen Ruderclub, ARC)

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(Bilder vorhanden!)
An einem vernieselten Mittwochabend Anfang April war es dann endlich soweit:
Katharina Korge hatte uns mangels anderer Anfänger anhand einiger Technikübungen gezeigt, wie Rudern eigentlich gehen könnte, da war schon der Entschluss gefasst, in diesem Jahr quer durch Berlin zu rudern. Um die Wette natürlich.
Furchtlos machten sich Christian Hoffmann, Carsten Dilba, Andreas Hinner und ich ans Werk. Es wurde Schnellrudern geübt.
Wer sich an die ersten Versuche der legendären jamaikanischen Bob-Piloten aus dem Film "Cool Runnings" erinnert, kann sich ungefähr vorstellen, wie das zuging.
Nicht nur, dass die vielen verschiedenen Skulls bald völlig durcheinander gerieten, wenn 22, 24 oder mehr Schläge pro Minute versucht werden sollten, das Ganze war dazu auch noch ziemlich anstrengend. Und es machte einen Heidenspaß.

So wurde in diesem Sommer aus der braven Timmann der Bullenvierer.
Wegen wichtigerer Dinge (Familie, Arbeit, Blinddarmoperationen, ...) wechselte zwar fast jedes Mal die Besatzung, nicht aber das Trainingsprogramm.
Es ging immer wieder um viertel Rolle, halbe Rolle, stehende Blätter und den richtigen Plutsch beim Einsetzen. Dann wurde Druck gemacht, mäglichst gemeinsam natürlich.
Dankenswerterweise standen unsere altvorderen Vorbilder mit Rat und Tat beiseite. Allen voran Manfred Reichwald und Schraffze, die uns bisweilen derart professionell zusammenstauchten, dass wir uns wie echte Kaderathleten fühlten.
Verstärkt wurde dies noch durch einen frisch angeschafften Schlagzähler, den wir mittlerweile bis an die 30 Schläge pro Minute belasten konnten.

Über solche Dinge redet man natürlich. Wenn dann noch Bier dazu kommt, kann Großes geschehen. So entstand aus einer Laune des Weltgeistes heraus der "Vereinscup", das Rennen zwischen ARC und Turbine Grünau.
Dabei fahren die beteiligten Boote in aller Ruhe vom Bootshaus der Turbine zum Start nach Schmöckwitz, von dort möglichst schnell zurück, und der Sieger zahlt eine Kiste Bier.
Am 29. September war Premiere. Gleißender Sonnenschein, höchste Anspannung, jugendlicher Leichtsinn und die Freude auf das Bier danach lagen über der träge dahin strömenden Dahme.
Neben den von Heinz Lindecke und Christian Hoffmann auf Schlag fahrenden Booten mit erfahrenen und sehr erfahrenen Ruderern war auch noch ein Jugendvierer dabei. "^Etes vous pr^ets? Partez!"
Was dann kam, werde ich nie vergessen.
Wirbelnde Skulls, Kaskaden von Hormonen und gleißende Gischt verwirrten minutenlang komplett die Sinne, bis Minuten später endlich doch das Bewusstsein die Oberhand behielt und sich eine Art Streckenschlag einstellen konnte. Dank Martinas Steuerkünsten hatte das Jugendboot nur eine 3/4-Länge Vorsprung, aber den wollten die Kerle einfach nicht hergeben. Angetrieben von den tatsächlich vorhandenen Zuschauern an der Strecke fuhren sie stattdessen auf den letzten zwei Kilometern davon und ließen uns den zweiten Platz vor dem noch stark aufkommenden Boot von Heinz und seinen Mannen.
Die anschließende Analyse des Rennens bei kohlenhydrathaltigen Getränken und gutem Essen ergab allgemeine Begeisterung und förderte dabei noch manche Heldentat aus der Rudergeschichte zu Tage,
Es macht eben Spaß, gegen gute Leute zu verlieren, und den wollen wir im nächsten Jahr natürlich auch der Turbine gönnen. Einen Termin gibt es schon.

Und dann war da ja noch das offizielle Rennen, bei dem die komplette Crew auch wirklich das erste Mal in der Küttner sitzen sollte.
Abriggern und Transport kannte ich von Wanderfahrten, das am Einsatzplatz vertretene Publikum allerdings nicht so. Hunderte von sonnenverschattenden Gestalten beiderlei Geschlechts verfehlten mit ihren gut ausdifferenzierten Oberkärpern auf unser junges Selbstbewusstsein nicht ihre Wirkung. Zum Glück waren da aber noch Andrea und Ines, die sich partout nicht davon abbringen lassen wollten, uns für Helden zu halten. Also fuhren wir los.
Nach fliegendem Start einigten sich Kärper und Geist(er) bald auf einen harmonischen 26-er Schlag, den wir, angepeitscht von Martinas orgiastischen Kommandos und von den Andrea, Ines, Marja und Usha mit ihren enthusiastischen Anfeuerungen von den vielen Brücken, tatsächlich bis zum Schluss durchhalten konnten. Von der angeblich schönen Strecke haben wir dabei leider nichts gesehen. Dafür war es am Ziel umso schöner. Unser Vorsitzender Ulrich Deus hatte nicht nur Sekt, sondern auch eine Ehrenjungfer zum Kredenzen mitgebracht. Auch alle anderen und sogar Katharina Korge waren
zum Gratulieren da und die üblichen Endorphine erledigten zuverlässig den restlichen Weg zur puren Glückseligkeit.
Schön auch, dass wir sogar ein Boot mit diesen V-Leuten abhängen konnten - schade, dass die anderen zehn zwischen anderthalb und drei Minuten schneller waren als wir. Aber darauf kam es nach so einem Sommer eigentlich nicht an.

Letzte Aktualisierung / last update: 10.08.2017