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Zu unserem Veranstaltungsplan
Dieser öffnet in einem gesonderten Fenster, Ihr findet dort die aktuelle Planung unserer Termine ...
Nachfolgend könnt Ihr unsere immer wieder interessanten Berichte aus dem Vereinsleben lesen (diese sind teilweise mit Fotos aus unserer Galerie verknüpft, sofern vorhanden ...). Aufgrund unserer vielen unterschiedlichen Aktivitäten sind die Berichte nach Jahren unterteilt.

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Wanderruder-Wettkämpfe

... von Hannes Thiergärtner

Sage keiner, dass das Wanderrudern eine beschauliche Sache sei! In unserem Verein spielen sich da höchst dramatische Szenen ab…
Bekanntlich wird die Ruderleistung eines Wanderruderers nach den zurückgelegten Ruderkilometern gemessen. Die wiederum ergeben sich aus den Fluss- oder Kanalkilometer-Tafeln, welche seit jeher (mit Ausnahme Ostberlins) allenthalben sichtbar angebracht sind und nur von Ignoranten missachtet werden, die einem GPS ostasiatischer Herstellung eher vertrauen als den alten preußischen Vermessungsbeamten.
Beflügelt durch den Fahrtenwettbewerb des Deutschen Ruderverbandes werden also die persönlichen jährlichen Ruderleistungen aufsummiert und im Vereinscomputer absteigend sortiert. So kann ein jeder zu jeder Zeit sehen, wo er (oder sie, natürlich) im Vergleich zu den Kameraden steht - etwa so, wie es die beigefügte Schautafel tut. Über die vorderen Plätze gab es auch 2011 beim RC Turbine Grünau keine Zweifel: da standen die, die immer da stehen. Es hätte schon eines Wunders bedurft, bevor sich da eine Verschiebung in der Platzierung ergeben hätte.
Aber das dient alles nur zur Einleitung, bevor wir zum eigentlichen Thema kommen.
Der Ende 2011 einsetzende Winter hatte sich nicht als so hart erwiesen wie vorhergesagt. Es gab keinen Frost, kein Eis. Also gab es auch kein Ende des Wanderruderns.
Dieter bemerkte im Dezember, dass ihn nur einige Dutzend Kilometer von insgesamt 3000 Jahreskilometern trennten. 3000 Kilometer im Jahr! Das müsste doch zu machen sein? Es waren also nur noch wenige Tage bis zum Jahreswechsel, und so wurden am 27. und am 29. Dezember noch alles entscheidende Fahrten von 35 bzw. 27 km Länge mit seiner alten (im wahrsten Sinne des Wortes) Dahme-Mannschaft unternommen - die magische 3000-Schwelle wurde erfolgreich überboten! Nichts hing davon ab, aber es ist doch ein schönes Gefühl, sich wieder einmal selbst bezwungen und ein seltenes Ziel erreicht zu haben. Dafür lässt sich schon einmal die beschauliche Ruhe zwischen den Festtagen opfern. Soll ja auch gesund sein…
Viel spannender verlief der Showdown zwischen Christel und Liane in den letzten Tagen des alten Jahres. Beide Damen konnten zwar nicht in die Spitzenplätze des Vereins eingreifen, aber es ging um den Titel der vereinsinternen Siegerin im Wanderrudern der Damen, den beide auch schon früher errungen hatten. Christel hatte Ende Dezember einen knappen, aber wohl ausreichenden Vorsprung erreicht, den sie mit den alten Herren am 29.12.2011 um 27 weitere Kilometer ausbaute, nachdem Liane mit eben diesen alten Herren zwei Tage zuvor die 35-km-Fahrt bei stürmischem Wind über den Müggelsee bestritten hatte. Liane konnte zwar zur gleichen Zeit am gleichen Tag mit ihrer Elde-Mannschaft 18 km zulegen, sie kam damit jedoch nur in "gefährliche" Nähe zu ihrer Konkurrentin. Blieben noch ganze zwei Tage im alten Jahr! Was konnte da noch geschehen? Christel fügte am Silvestertag in der Woblitz noch einmal 11 km dazu.
Und Liane? Als erstes, so wird berichtet, hatte unser Vorsitzender Heinz ihr zu verstehen gegeben, dass Christel noch zu einer Großen-Tränke-Fahrt über uneinholbare 81 km aufgebrochen sei - was Liane wohl sehr erbleichen ließ. Doch eine Kämpfernatur gibt sich erst geschlagen, wenn sie wirklich geschlagen ist. Der Jahreswettbewerb endet erst am 31.12. jeden Jahres um 24 Uhr… Und so ruderte Liane mit wechselnden Mannschaften - so ähnlich, wie man früher bei weiten Reisen immer wieder die Pferde wechseln musste, selbst aber immer dabei blieb - am vorletzten Tag des Jahres früh 16 km in der Woblitz, dann mittags im gleichen Boot noch einmal 20 km und am späten Nachmittag abschließende 10 km! Ob das reichte? Ach, sicher ist sicher: der Silvestertag sah unsere Liane vormittags schon wieder in der Woblitz - 16 km; und zu aller Sicherheit nachmittags noch einmal in der Recknitz über 11 km. Sieg, Sieg, Sieg!
Wir mögen mit diesem Drama unseren Neulingen und den Anfängern das Rudern nicht vermiesen. Ein jeder rudert bei uns so viel er mag und die Zeit es ihm erlaubt. Es geht vor allem um die sportliche Betätigung überhaupt und um das Gemeinsame im Verein. Aber aufregend kann es bei einigem Leistungswillen doch schon werden…

Letzte Aktualisierung / last update: 05.10.2017