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Nachfolgend könnt Ihr unsere immer wieder interessanten Berichte aus dem Vereinsleben lesen (diese sind teilweise mit Fotos aus unserer Galerie verknüpft, sofern vorhanden ...). Aufgrund unserer vielen unterschiedlichen Aktivitäten sind die Berichte nach Jahren unterteilt.

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Reinhard Kelle - 50 Jahre DRV-Mitgliedschaft

... von Rainer Kleinfeldt

Auf dem Titelbild unserer neuen Turbo-Ausgabe ist er großformatig bei einer seiner Lieblingsbeschäftigungen abgebildet. Dies soll auch gleichzeitig eine nachträgliche Ehrung für ihn sein, denn im Jahre 2009 konnte er das doch relativ seltene Jubiläum der 50jährigen Mitgliedschaft im Deutschen Ruderverband, also nicht nur im Ruderverein Turbine begehen.
Dazu sollen hier an dieser Stelle ein paar Schlaglichter aus seinem bewegten Leben aufgezeichnet werden.
Begonnen hat Reinhard Kelle mit dem Rudern mit 13 Jahren im Jahre 1959. Zusammen mit seinem damaligen Klassenkameraden Ulrich Schmied wurde er Mitglied im ASK Vorwärts Berlin, dessen Bootshaus damals an der 750-m-Marke der Regattastrecke Grünau lag und in den letzten Jahren zu Lofts für hochwertiges Wohnen umgebaut worden ist. Hier wurde also damals ganz intensiv Rennrudern betrieben mit dem Ziel des Erreichens von Höchstleistungen auf internationalem Niveau. Dies erreichten jedoch nur die wenigsten. So wurde Ulrich Schmied in den 60er Jahren international sehr erfolgreich im Doppelzweier (1968 Vizeolympiasieger Schmied/Boehmer ) und Reinhard Kelle wechselte 1962 zum Ruderverein Turbine. Auch dort betrieb er erst einmal weiter das Rennrudern und wurde im selben Jahr auf der damals bestehenden Regattastrecke vor dem Bootshaus von EAW Treptow Bezirksspartakiadesieger im Doppelvierer mit seinem guten Freund Lothar Meyer, der heute bei Pro Sport - also Post Berlin rudert. Eine weitere Bootsbesetzung gab es von 1965 bis 1967 unter anderem mit Wolfgang Nehls im Leichtgewichts-Doppelvierer. Größere Erfolge blieben aus, aber Starts auf Regatten in Grünau und am Rohrwall gehörten mit zum Programm.
Nach seiner Pflicht zur Ableistung des Grundwehrdienstes bei der NVA, wo er 1968-1969 zum Hundeführer wurde, begann er ab 1970 wieder mit dem Rudern bei Turbine, nun aber als Trainer neben Siegfried Winter. Mit zu seiner ersten Trainingsgruppe gehörten u. a. auch Uwe Mews und Wolfgang Huntscha. Sehr viele andere Mitglieder trainierten unter seiner Obhut in den folgenden Jahrzehnten mehr oder weniger erfolgreich. Ein daraus hervorgegangener Ruderer ist zum Beispiel Michael Prewitz, der es bis zu einem DDR-Meistertitel im D4o brachte. Die Trainingsbedingungen waren in dieser Zeit auch nie die besten. So fehlte es hauptsächlich an der materiellen Grundlage, Geld für ein Trainerboot oder für neue Rennboote war nicht da. Im Jahre 2007 gab Reinhard seinen immer ehrenamtlich ohne jegliche Bezahlung ausgefüllten Trainerposten an nachrückende jüngere Sportfreunde dann endgültig ab.
Das Rudern selbst betrieb Reinhard natürlich auch schon immer als Wanderruderer. Davon zeugen die recht regelmäßige Erfüllung des Wanderruderwettbewerbes - wenn auch meist erst mit einem Schlussspurt zum späten Jahresende - und die Position des "Alten" in der Springseegemeinschaft, die vor über 35 Jahren von ihm mit begründet worden ist. Auch in den neuen Wettbewerb zum Erlangen des Schokoladenweihnachtsmannes hat er in den letzten Jahren mit eingegriffen.
Eine ganz große Leistung von Reinhard ist auch die regelmäßige Organisation des Eisbeinessens. In diesem Jahr findet es schon zum 24. Male statt. Weiterhin ist er auch der Mitbegründer der Springseegemeinschaft, die seit über 35 Jahren besteht.
Für all die geleistete Arbeit zum Wohle des Vereins möchten wir unserem aktiven Taxifahrer im Rentenalter an dieser Stelle herzlich danken und ihm für die weiteren Jahre auf allen Ebenen alles Gute wünschen! Das neue große Fernziel sollte der Äquator sein!

Letzte Aktualisierung / last update: 05.10.2017