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Nachfolgend könnt Ihr unsere immer wieder interessanten Berichte aus dem Vereinsleben lesen (diese sind teilweise mit Fotos aus unserer Galerie verknüpft, sofern vorhanden ...). Aufgrund unserer vielen unterschiedlichen Aktivitäten sind die Berichte nach Jahren unterteilt.

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Abschlussfahrt 2012

... von Heinz Lindecke

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(Bilder vorhanden!)
Auch der Herbst hat schöne Tage. Die Natur hat sich geschmückt, die Bäume und Büsche sind rot und golden, die Dolden des Schilfs üppig und die Herbstsonne taucht alles in ein mildes Licht. Wolken und Wind waren günstig gestimmt. Die Landschaft der Havel hinter Plaue mit ihren Wiesen, Buchten und Seen - von Gott verwöhnt. Am Himmel ziehen die Zugvögel in großen Ketten zu ihren Winterquartieren.

Der größte Teil der aktiven Rudermannschaft mit 24 Teilnehmern von Turbine machte sich auf, um dieses alles im Rahmen der Abschlussfahrt mit vier Vierern und einem Dreier zu erleben.
Nur knapp zwei Stunden von Grünau entfernt bietet sich ab Plaue am See eine herrliche Wasserwanderlandschaft. Die lieblichen Gewässer mit sanfter Strömung der Havel öffnen sich zu kleinen und größeren Seen und spannenden Windungen, gesäumt von knorrigen Weiden und stolzen Eichen.
Nach dem Start ging es mit den Booten los in Plaue am dortigen Ruderverein. Dieser Start wurde von den dort anwesenden Mitgliedern freundlich unterstützt durch das Ausleihen von zwei Steuern, die von unseren „Lademeistern“ vergessen worden waren.
Der frühe Start am Morgen in Grünau rechtfertigte dann auch eine frühe Pause zum Mittag am Zeltplatz von Kützkow. Wer glaubt, dass Dosen zum Mittag langweilig und fad sind, der hat noch nicht in Gemeinschaft, an einem Strand lagernd bei Sonne und Wind, diese auf Campingkochern warm gemacht und verschiedene Sorten von Ravioli, Erbsen-, Kartoffelsuppe, Maultaschen usw. durcheinander probiert. Der Nachtisch aus den diversen süßen mitgebrachten Vorräten ließ die ersten Restaurantsterne an die Küche fällig werden. Aus dem Getränkekeller die diversen Biere und der Rotwein Yellow Tail aus Australien waren die Abrundung.
Nun konnte auch die Ergänzungsstrecke zur Aufrundung auf 30 Tageskilometer in Angriff genommen werden. Für 95% der Teilnehmer war der Pritzeberger See mit seinem Blinddarm Neuwasser, das dann auch begossen wurde.
Wo Carl Bolle, der Begründer der pasteurisierten Milch mit Lieferungen in Berlin, geboren wurde, in Milow, ließ er eine prachtvolle Villa errichten. Diese ist heute eine komfortabel ausgestattete Jugendherberge, die unsere gemischte Truppe mit einer Altersspanne von 15 bis 75 Jahren gut aufgenommen hat. Eine ganze Etage mit toll ausgestatteten Zimmern und ein Gemeinschaftsraum standen uns zur Verfügung.
Dort wurden dann auch nach dem Abendessen die mitgebrachten vielfältigen Getränke und Leckereien gemischt verzehrt und ließen auf eine ereignisreiche Nacht hoffen …
Die Übernachtung mit reichhaltigem Frühstück am nächsten Morgen verdient auch drei Sterne. Jugendherberge heute heißt: Übernachtung auf hohem Standard zu günstigen Preisen.
Der neue Tag brachte Sonne und Wolken und weitere Erlebnisse in der Natur und Dinge, über die man noch lange spricht. Wie plötzlich auftauchende Bojen gemeistert wurden oder wie wichtige Flusskilometer nicht angesagt und mit einer Runde begrüßt werden.
Die Stadtschleuse in Rathenow ist zu dieser Jahreszeit gesperrt, so geht es durch die Hauptschleuse. Die geschichtlichen Schilderungen konnten so nur mündlich erlebt werden: Von der Gründung der Stadt 1216 über den Dreißigjährigen Krieg, der zur Dezimierung der Bevölkerung auf 48 Einwohner führte, bis hin zur Erfindung der Mehrspindelschleifmaschine, zum Bearbeiten von optischen Gläsern, die zur Begründung der optischen Industrie die Basis legte.
Die versteckte Abfahrt von der Havel in die Hohenauener Wasserstraße und in den gleichnamigen See wurde von allen Booten gefunden sowie auch die Raststelle zum Mittag.
Ein weiteres Sterne-Erlebnis, eine Grillwurst auf selber geschnitztem Weidenstock über einem Lagerfeuer gebräunt/geschwärzt, stand auf dem Programm. Manche spezielle Kreation nach Art des Hauses - innen roh und außen schwarz an einem frischen Brötchen - kam so zustande. Mit Süßem danach kann man auch hier nicht den Stern verwehren, zumal das Ganze in herrlicher Natur und toller Gemeinschaft stattfand.

Die fünf Auto- und Anhängerfahrer konnten die letzten 10 der 31-km-Tagesetappe, die von dem breiten See in ein schmales Ende führt, nicht auf dem Wasser genießen, da die Fahrzeuge zum Rücktransport zu holen waren. An dieser Stelle allen, die sich mit Fahrzeugen / Landdienst eingesetzt haben, natürlich der Dank der Gemeinschaft. Ein besonderer Dank geht an Winfried und Dagmar, die uns dieses einmalige Herbsterlebnis ermöglicht haben.

Letzte Aktualisierung / last update: 05.10.2017