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Nachfolgend könnt Ihr unsere immer wieder interessanten Berichte aus dem Vereinsleben lesen (diese sind teilweise mit Fotos aus unserer Galerie verknüpft, sofern vorhanden ...). Aufgrund unserer vielen unterschiedlichen Aktivitäten sind die Berichte nach Jahren unterteilt.

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Wellen und Wind

... von Heinz Lindecke

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(Bilder vorhanden!)
Dem Düsseldorfer wurde erklärt, als er vor gut zwei Jahren in den Verein Turbine Grünau kam "Warte nur bis es Sommer wird, dann kann man das Rudern am Wochenende vergessen. Zu viele große Wellen von den Motorbooten und Schiffen, die das Rudern erschweren oder unmöglich machen!"
Der vergangene Sommer verging und für mich war es das Paradies im Rudererhimmel. Selbst an Tagen mit vielen Motorbooten und Ausflugsschiffen waren die riesigen Gewässer mit langen Auslaufzonen für Wellen ohne "parallel legen" oder "abstützen" zu bewältigen.
Meine Schilderungen vom Rhein wurden von der größeren Mitgliedszahl verständnislos entgegen genommen. Ein kleiner Teil von schon auf dem Rhein geruderten bekam mit vor Angst geweiteten Augen nur ein "nie wieder dort rudern!" hervor.

Von Klaus ermutigt und im Herzen als Missionar entschloss ich mich, nach Rücksprache mit den Fahrtenleitern Antje Hellwig und Christian Althof, die Pfingstfahrt auf dem Rhein von Mainz nach Düsseldorf in Berlin anzubieten. Es sollten nicht mehr als fünfzehn Teilnehmer sein, um eine bunte Mischung von Rheinerfahrung und Wellenangst zu gewährleisten.

Wie in jedem guten Verein war die Liste schnell voll und geschlossen. Damit begann auch der Erosionsprozess. Dem dann einige durch Krankheit zum Opfer fielen.
Es waren dann aber immer noch genug, um zwei volle Bootstransporte mit je sechs Booten für beide Fahrtengruppen zu benötigen. Markus wird nicht traurig gewesen sein, dass er nicht noch ein drittes Mal fahren musste.

Zur Eingewöhnung zeigte sich dann der Rhein von seiner besten Seite mit Sonnenschein, wenig Schiffen und normaler Strömung. Die mit größtem Respekt vor der Rheintour wurden auf die erfahrensten Bootsführer aufgeteilt. Nach dem ruhigen Teil im Mainzer Becken und einem Biergartenaufenthalt in Ingelheim ging es dann bei herrlichem Wetter in die Bergstrecke bei Rüdesheim.
Das Erstaunen über die schnell entgegen kommenden Bojen und die rasante Fortbewegung bei mäßigem Rudern war dann doch da.
Traditionell wurde nach der ersten Bergstrecke hinter "der" Insel die Badesaison eröffnet. Für die Alten war dann in Bacharach und für die Jugend in Boppard beim Weinfest Schluss.

Auch der folgende Tag brachte viel Sonne, ein Geburtstagskind, eine Besichtigung der Burg Stolzenfels und im Koblenzer Hafen die richtig großen Schiffe und Wellen. Am Abend dann die großzügige Einladung an beide Gruppen von Regina mit einem Essen im Neuwieder Ruderverein. Die gesamte Meute von über 70 Teilnehmern fiel über das gute Essen her. Ein Spaßsänger, der unsere lustige Runde auf der Terrasse begleitete und zum Mitmachen animierte, wurde gegen 23:00 Uhr von der Polizei gebremst.

Die strapazierte Haut wurde am Folgetag durch bedeckten Himmel und einen kurzen Schauer geschont. Bei Wind und Wellen zeigte der Rhein einmal, wie er auch sein kann. Die traditionelle Rast im Bonn-Beueler Bahnhof ließ alle wieder auftanken, um auch noch die Reststrecke bis nach Köln zu schaffen.

Wie jedes Jahr trennen sich hier die Fleißigen von den Faulen, die einen gehen am nächsten Tag arbeiten und die anderen rudern noch nach Düsseldorf. Wer zu welcher Kategorie gehört und was fleißig oder faul ist, bleibt Ansichtssache.

In Düsseldorf fand dann die Fahrt mit einem gemeinsamen Clubabend bei Grill und Stiftsbier einen krönenden Abschluss (Hans sei Dank!).

Alle Berliner waren sehr angetan vom Rhein und der netten Truppe.
Als am Donnerstag darauf in Berlin das Kommando "Wellen von Backbord" kam, meinte ein Fahrtenteilnehmer, wo denn da Wellen seien, er sähe keine.

Es ist eben alles relativ!

Letzte Aktualisierung / last update: 05.10.2017