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Dieser öffnet in einem gesonderten Fenster, Ihr findet dort die aktuelle Planung unserer Termine ...
Nachfolgend könnt Ihr unsere immer wieder interessanten Berichte aus dem Vereinsleben lesen (diese sind teilweise mit Fotos aus unserer Galerie verknüpft, sofern vorhanden ...). Aufgrund unserer vielen unterschiedlichen Aktivitäten sind die Berichte nach Jahren unterteilt.

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Herbstausfahrt auf Schweriner Gewässern

... von Rainer Kleinfeldt

Alle Jahre wieder zum dritten Septemberwochenende begibt sich die "Springsee - Mannschaft" auf Tour auf möglichst für sie neuen Gewässern .
Zur Vorbereitung der diesjährigen Fahrt wurden hier die bestehenden Verbindungen des Wettkampfrichters Rainer zum Regattaplatz Schwerin genutzt . So gab es erste Anfragen über Möglichkeiten des Nutzens von Booten und Quartieren bei der auch in Wanderruderkreisen bekannten Ruderkameradin Almut Gaebel schon im Jahre 2004 anlässlich einer Regatta . Prompt vermittelte sie uns mit dem Wanderruderwart der Schweriner Rudergesellschaft von 1874 /75 e.V. und schon war die Herbstfahrt vom 16. bis 18.September gebucht . Die Anreise der Teilnehmer erfolgte mittels Skoda- Transfer ab Haustür bis direkt in den Schlosspark Schwerin zum Bootshaus am Franzosenweg .Dort wurden wir auch schon sehnlichst von der Ruderkameradin Scholz erwartet .Sie öffnete uns alle Türen und Tore des Vereins und weihte uns freundlich mit vielen netten Worten in die wichtigsten Dinge wie Hausordnung ,Bootsbenutzung , Ruderrevier , Stadtkultur ein . Mit Elan und Freude bezogen wir flink unsere Zimmer , warfen von der Terrasse aus einen Blick auf das gegenüberliegende Märchenschloss Schwerin und den riesigen Schweriner See und stachen dann wissensdurstig in den für uns bereitgestellten Vierer in See. Als erstes musste natürlich das Schloss umrudert werden . Weiter ging es dann am Westufer des Schweriner Innensees . Anfangs war dort auf den Freiflächen viel Lärm und Getöse zu hören , schließlich ging auch hier der Walkampf zur Bundestagswahl in seine letzte , heiße Phase . Wir ließen uns jedoch nicht davon beeinflussen ,denn unsere Wahlscheine waren schon längst per Briefwahl abgegeben .
Die Befahrung des Heidensees und des Ziegelsees war für fast alle Neuwasser .Dieses führte uns dann direkt in eine Schänke am Ende , oder auch am Anfang des Schweriner Innensees . Auch Petrus schickte reichlich Wasser von oben dazu , aber die Zeit wurde uns dort nicht lang . Nun aber ging es erst einmal wieder zurück mit Schiebewind zum Bootshaus . Dabei wurde auch erstmals auch "Schirmsegeln italienisch" ausprobiert. Hier setzten Schlagmann und Bugmann die blauen Schirme auf der Backbordseite und die anderen beiden auf Zwei und Drei hoben die weißen Schirme auf der Steuerbordseite hoch .
Schließlich wartete nach dieser Anstrengung auch noch die herrliche Altstadt von Schwerin auf uns . Eine kleine Stadtbesichtigung wollten wir uns nun doch nicht entgehen lassen .
Der nächste Tag begann für uns mit einem tollen Frühstück bei der prächtigsten Kulisse mit dem Schloss gegenüber und einem Anranzer des Schweriner Cheftrainers wegen ungünstiger Bootslagerung . Dieser Trainer war kein geringerer als der grosse Einerfahrer Joachim Dreifke , genannt auch "Eisenarm" wegen seiner zu damaligen Zeiten gewaltigen Kräfte , die ihm auch so manchen Sieg bis hin zum Olympiasieg einbrachten . Natürlich änderten wir die Bootslagerung und gelobten Besserung . Nun wollten wir aber unser Tagesziel ,das Ende des Schweriner Außensees angehen. Es ging natürlich auch wieder am Schloss vorbei , dann aber immer weiter bis zum Ende des Sees in Hohen Viecheln .In Bad Kleinen gab es Landgang zur Besichtigung der ehemaligen MITROPA . Ein weiteres Anlegen gab es am Auslauf des Wallensteingrabens ,der einzigen Wasserverbindung des Schweriner Sees zur Ostsee . Leider ist aber dieser noch nicht einmal für so kleine Boote wie unseres befahrbar , denn als erstes sperrt ein gewaltiger Eisenbahndamm die Verbindung ab . Nur in den Träumen des alten Großherzogs von Schwerin gab es Pläne zum Ausbau des Rinnsals für größere Schiffe . Auch in der heutigen Zeit aber geistern wieder solche Ideen zum Ausbau des Wallensteingrabens für Sportboote bis nach Wismar herum. Dort nämlich mündet der Wallensteingraben in den Sportboothafen , nachdem er die Altstadt von Wismar durchflossen hat . Warten wir einfach einmal die Zeit ab , vielleicht können wir in unserem Leben auch hier noch einmal Neuwasser einfahren . Sicherlich muss vorher aber wohl erst einmal die Finanzierung des Ausbau geklärt werden . Der Staat und schon gar nicht das sehr finanzschwache Land Mecklenburg werden dies wohl finanzieren können . Vielleicht aber wird es einmal wieder so etwas ähnliches wie den Großherzog geben , dessen ehemalige Sommerresidenz wir als Schloss Willigrat am Ufer des Schweriner Sees auf der Fahrt ebenfalls noch kurz besichtigten .
Bei Sonnenuntergang fuhren wir dann vor einer recht großen Zuschauerkulisse noch einmal über den Schloßsee . ehe wir feierlich bei einem Schlückchen aus der Schweriner Sektkellerei Uhle die Rudertour für diesen Tag beendeten.
Der Sonntag führte uns bei herrlichstem Wetter in Richtung Zippendorf und Muess den Störkanal entlang bis nach Bandskow . Auf der Rückfahrt gab es dann die wohlverdiente Mittagspause in einer Seegaststätte in Muess . Dann ging es auf direktem Wege zurück , denn im Bootshaus wurden wir schon wieder wegen der Schlüsselübergabe und Verabschiedung erwartet . Eigentlich wollten wir auch noch einen Flaggentausch mit der SRG vornehmen, welcher aber wegen fehlender Flagge der SRG erst einmal ausfiel . Trotzdem möchten wir uns an dieser Stelle bei der SRG für die gute Aufnahme bedanken und wünschen ihr auch in der Zukunft ein hoffentlich auch schönes ,günstig gelegenes neues Bootshaus für möglichst wenig Eigenkapital , wenn sich dies mit der Bundesgartenschau im Jahre 2008 vereinbaren lässt ! In diesem Zusammenhang nämlich soll das derzeit existierende Bootshaus mit einem nicht zu übersehenden Charme aus DDR - Zeiten im angedachten Bu - Ga- Gelände abgerissen und an anderer Stelle neu errichtet werden . Dann kann die sehr interessante ,mehr als 100 Jahre alte Rudergeschichte in Schwerin weiter geschrieben werden . Die bisherige Entwicklung des Schweriner Rudersports kann man in einem jetzt erschienen lebendigen Buch von Henning Wüsthoff nachlesen .

Letzte Aktualisierung / last update: 10.08.2017