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Nachfolgend könnt Ihr unsere immer wieder interessanten Berichte aus dem Vereinsleben lesen (diese sind teilweise mit Fotos aus unserer Galerie verknüpft, sofern vorhanden ...). Aufgrund unserer vielen unterschiedlichen Aktivitäten sind die Berichte nach Jahren unterteilt.

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Herbstausfahrt in Werder/Havel vom 14.-16. September

... von Rainer Kleinfeldt

Das diesjährige Fahrtenziel der Springseegemeinschaft stand schon so einige Zeit vorher fest. Wie wir aber dorthin kommen wollten, entschieden wir erst kurze Zeit vorher nach umfangreichen Diskussionen. Ursprünglich geplant war die Abfahrt in Grünau mit eigenem Boot über den Teltowkanal und weiter an Potsdam vorbei zur Inselstadt Werder. Nachdem dann aber wegen der doch recht beträchtlichen Strecke solche Worte wie Kanalratten und Kilometerschrubber gegenüber der Fahrtenleitung gefallen waren, ließ sich diese umstimmen und traf kurzerhand die weise Entscheidung zur Anreise mit der Bahn dorthin und dem Ausleihen eines Bootes. Von einem Streik seitens der Lokführer war zu dieser Zeit noch nicht die Rede.
Der Werderaner Vereinschef Hansi Dahl höchstpersönlich empfing uns im dortigen Bootshaus und zeigte uns das praktisch eingerichtete Quartier und den für uns vorgesehenen Vierer mit dem Namen "Delphin". Gleichzeitig gab er uns auch noch einige Tipps zu den von uns geplanten Tagestouren wie Anlegemöglichkeiten, windigen Ecken und Sehenswürdigkeiten.
So waren wir mit allem gut versorgt und gerüstet für die erste Etappe am Freitag. Es ging havelabwärts in Richtung Ketzin und Marquardt am Schlänitzsee. Dort wurde dann zu spät vorgerückter Mittagsstunde der Schlosspark mit seiner sehr angenehmen Parkklause besucht. Zurück ging es dann gut gelaunt über weiteres Neuwasser von der Wublitz nach Werder bei absoluter Ausnutzung des Tageslichtes. Damit hatten wir die hier so genannte kleine Umfahrt mit 30 Kilometern gut geschafft. Die vorher in Erwägung gezogene abendliche gemeinsame Ausfahrt mit den Werderanern im vom LRV Brandenburg neu beschafften Kirchboot wurde natürlich nichts mehr. Wir zogen es eher vor, den Tag mit einem Spaziergang auf der Insel und anschließender Einkehr im sehr anziehend wirkenden Fischrestaurant Arielle direkt am Ufer der Havel zu beschließen.
Der Samstag begann schon in der tiefen Nacht sehr stürmisch und sollte auch so bleiben. Dies war selbst für die Segler vom Nachbarverein etwas viel, von denen auf ihrem Regattakurs mehrere Boote gekentert sind.
Uns blieb auch nichts weiter übrig, als nach dem Überwinden des sehr rebellischen Schwielowsees in Caputh das reichlich in das Boot gelangte Wasser erst einmal auszukippen und trockene Sachen anzuziehen. Als Einziger konnte dort unser Bugmann noch trockenen Fußes über Kiel aussteigen. An Land war anlässlich des gerade dort stattfindenden Seefestivals eine Menge los.
Uns zog es für eine Zeit zur Festwiese, wo als Bühne die alte, ausgemusterte und denkmalgeschützte Seilfähre "Tussi" herhalten musste. Dort waren auch einige alt bekannte Klänge von Hans Albers zu hören.
Dann ging es mit dem Boot weiter an der Seilfähre mit dem Namen "Tussi II" vorbei in Richtung Potsdam durch die sehr geschichtsträchtige Landschaft mit all ihren netten Sehenswürdigkeiten. Auch eine nicht so schöne Erinnerung kam auf dem Jungfernsee in Nedlitz an der alten Wasser-Grenzübergangsstelle wieder hoch, wo fest verankerte alte Lastkähne und Stahlnetze die innerdeutsche Grenze gebildet hatten.
Der Ring unserer Tagestour schloss sich wieder im Sacrow-Paretzer Kanal, wo wir wieder am uns schon bekannten Marquardt vorbeikamen und in Werder dann die große Umfahrt bewerkstelligt hatten.
Abends promenierten wir auf unserem Landgang dann "Unter den Linden" im Zentrum von Werder entlang zu einem italienischen Gasthaus hin.

Noch schön vor sich hin schlummernd wurde ein jeder von uns am Sonntag in aller Frühe von dem Glockengeläut der sich in Sichtweite befindlichen katholischen Kirche geweckt.
Die letzte Rudertour der Fahrt führte uns an diesem Tag bei herrlichem Wetter als erstes nach Glindow mit seinem besonders sauberen See. Weiter ging es dann zu einer Umfahrt auf dem diesmal sehr friedlichen Schwielowsee.
Zum Schluss war im Bootshaus dann der nötige Aufwand des Boot- und Quartierreinigens zu erledigen.

Eine fast feierliche Rückgabe des Bootshausschlüssels mit besten Dankesworten für die nette Gastfreundschaft an Hansi Dahl beendete dann diesen schönen Ausflug in Werder. Mit dem Regionalexpress 1 ging es dann in der Wolke 7 ohne Lokführerstreik zurück nach Berlin.

Letzte Aktualisierung / last update: 10.08.2017