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Die Turbine-Radtour 2008

Immer an der Panke lang

... von Peter Möller

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(Bilder vorhanden!)
Noch später als im letzten Jahr fand die traditionelle Radtour in diesem Jahr statt, am Sonntag, dem 2 November. Die Ruderer sind halt geplagt von den vielen Terminen vor Saisonschluss.

Es war ein klägliches Häuflein, das sich da um 10 Uhr am Bahnhof Friedrichstraße versammelt hatte (Bild 1), Heinz, Wolfgang, Gudrun und Peter. Ja, nur vier Radler nahmen die Strecke entlang der Panke bis nach Bernau in Angriff.

Entlang des Spreeufers (Bild 2) ging es am Reichstag vorbei zum Hauptbahnhof, rüber zur Invalidenstraße (Bild 3), bei Rot über die Straße (Bild 4) und dann am Schifffahrtskanal entlang, über den Invalidenfriedhof in Richtung Sellerstraße. Hier, unmittelbar vor der Sellerstraße, auf der Rückseite vom Vattenfall-Umspannwerk, kann man einen "Wasserfall" sehen, der hat bestimmt eine Fallhöhe von einem Meter. Das ist die Panke, die hier im Wedding an der Chausseestraße umgeleitet wurde und nun in den Nordhafen mündet.

Eigentlich floss die Panke in ihrem südlichen Abschnitt von der Chausseestraße zum Schiffbauerdamm und mündete dort vor dem Haus Nr. 2 in die Spree. Dieser letzte Abschnitt der Panke, die Südpanke, verlief hier teilweise unterirdisch. Sie wurde über das Gelände der veterinärmedizinischen Fakultät der Humbold-Uni geführt und die Bühne des Deutschen Theaters in der Schumannstraße steht genau über dem Bett der Südpanke.

Mit dem Bau der Berliner Mauer 1961 wurde der unterirdische Bereich im östlichen Teil Berlins, also von der Chausseestraße bis zur Mündung in die Spree, teilweise zugeschüttet. Somit gab es nur noch die Mündung in den Nordhafen, die schon Ende des 19. Jh. angelegt wurde, um - man kann es sich heute einfach nicht mehr vorstellen - Niederschönhausen über die Panke an die Spree anzuschließen. Berlin wurde damals über die Spree mit allen erforderlichen Baustoffen versorgt, daher sollte die Panke schiffbar gemacht werden.

Nun geht die Tour fast nur noch am Ufer der Panke entlang (Bild 5). Dieser Panke-Grünzug ist wunderbar als Promenade ausgebaut. An der Badstraße/ Gesundbrunnen sehen wir alte Gebäude aus den Gründerjahren, sehr schön restauriert (Bild 6 und 7). Wir verlassen den Wedding und kommen am S-Bahnhof Wollankstraße nach Pankow. Der Name sagt es, die Panke gab einem Berliner Bezirk (heute der größte Berlins!) den Namen.

Die Panke schlängelt sich nun durch den Bürgerpark (Bilder 8-10). Es ist nur eine von den vielen herrlichen Pankower Parkanlagen. Vom Bürgerpark geht es über etliche Straßen zum Schlosspark Niederschönhausen. Zwischen beiden Parkanlagen sind die Ufer der Panke völlig zugebaut - eine Folge des Baubooms der Gründerjahre. Es sind durchweg vornehme Bürgerhäuser, die heute, frisch renoviert, im alten Glanz strahlen.

Wir machen noch eine Biege um den Majakowskiring und schauen uns die Häuser der ehemaligen Parteioberen der DDR an, dann geht es rüber zum Schlosspark. Das Schloss Niederschönhausen wird gerade umfangreich renoviert (Bild 28 aus Wikipedia). Dieses Schloss hat eine umfangreiche und wechselvolle Geschichte. Die ersten Bauten stammen aus dem Jahre 1664. Nach dem Siebenjährigen Krieg 1756 bis 1762, hier wurde die erste Schlossanlage verwüstet, wurde das Schloss 1764 zu seiner heutigen Gestalt umgebaut.
Es überdauerte die Jahrhunderte, wurde nach dem 2. Weltkrieg Amtssitz des ersten und einzigen Präsidenten der DDR und in der Wendezeit 1989/1990 tagte hier der "Runde Tisch", auch die "Zwei plus Vier"-Verhandlungen, die die Teilung Deutschlands beendeten, fanden hier teilweise statt.

Der Schlosspark präsentiert sich im herrlich bunten Herbstlaub (Bilder 11-15). Wir folgen weiter dem Lauf der Panke und verlassen den Schlosspark in der Nähe des S-Bahnhofs Pankow-Heinersdorf. Vorbei an den Teichen (Bild 16 und 17) führt die Route, hier der Pankewanderweg, Richtung Blankenburg. An der Pankgrafenstraße fressen sich die Schweine der Wagenburgbewohner am Wegesrand den Bauch voll (Bild 18). Nun sind wir schon im Naturschutzgebiet "Karower Teiche". Im Frühjahr, zur Brutzeit, ist hier mächtig was los. Gänse, Schwäne, Enten, Fischreiher, viele Singvogelarten - alles brütet hier auf und am Wasser. Doch nun zur Herbstzeit ist es sehr viel ruhiger geworden (Bilder 19-24).

Wir sind nun in Buch, dem nördlichsten Zipfel Berlins. Die Panke ist hier schon recht schmal (Bild 25). Sie wird auf ihrem Weg zur Spree unterwegs von vielen kleinen Rinnsalen gespeist, die die umliegenden Flächen und Wiesen der vielen Pankower Ortsteile entwässern. Hier verlassen wir Berlin und sind nun in Brandenburg. Vorbei an Röntgental geht es nach Zepernick. Dort machen wir erst mal eine schöne Mittagspause. Bis nach Bernau sind es noch ein paar Kilometer. Die Panke ist hier in der Nähe ihrer Quelle nur noch ein kleiner Bach (Bilder 26 und 27). Den Ursprung der Panke, den Pankeborn, schauen wir uns nicht mehr an. Am S-Bahnhof Buch, von hier starteten wir im letzten Jahr in Richtung Joachimsthal, beenden wir unsere Panketour nach etwa 40 Kilometern bei recht freundlichem Herbstwetter. Den Tourverlauf seht Ihr auf der (externen) Karte "Panke-Wege".

Letzte Aktualisierung / last update: 06.11.2017