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Nachfolgend könnt Ihr unsere immer wieder interessanten Berichte aus dem Vereinsleben lesen (diese sind teilweise mit Fotos aus unserer Galerie verknüpft, sofern vorhanden ...). Aufgrund unserer vielen unterschiedlichen Aktivitäten sind die Berichte nach Jahren unterteilt.

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Der Marathon

... von Annette Winter

Den ganzen Sommer hatten wir fleißig trainiert, und das bei der Affenhitze.

So nach und nach verabschiedeten sich meine Mitteilnehmer. So dass nur noch ich übrig blieb und mich ein leises Zweifeln an der Teilnahme überkam, aber kneifen gilt nicht. Am Sonnabend holten ich und Sandro unsere Startunterlagen ab. Sandro probierte leider vergeblich, seine noch weiterzugeben, da er aus gesundheitlichen Gründen nicht starten konnte.

Nun war es soweit.

Am Sonntag den 28.09.2003 traf ich mich in aller Herrgotts Frühe, um mit der Jugendgruppe an den Start zu fahren. Die Jugendgruppe war nämlich für die Endverpflegung für die Läufer mitverantwortlich. Da die Strecke neu verlegt wurde, so dass Start und Ziel direkt hintereinander lagen, konnten wir alle gemeinsam fahren.
Paul hatte sich zu meiner persönlichen Betreuung bereitgestellt. Gegen 8:30 Uhr verwandelte sich der Tiergarten zur größten Toilette Berlins. Auf die ich natürlich auch vor Aufregung mehrmals gehen musste.
Kurz vor 9:00 Uhr reihte ich mich in die Läuferschar ein und übergab Paul meine Sachen. Und dann war es so weit, der Startschuss fiel. Die Läuferschar war so groß, dass ich eine Viertelstunde brauchte, um über die Startlinie zu laufen.

Dann gings endlich los: Vorbei an der Goldelse, durch Alt Moabit am Knast vorbei, rüber zum Friedrichstadtpalast. Von dort aus weiter zum Kotti und über Hermannplatz zum Schöneberger Rathaus.
An der Yorkstraße traf ich meine ersten Fans: Helga und Dieter Wanzeck begrüßten mich mit lauten Kochtopftrommelklängen. Von dort aus ging es immer locker weiter (ich wollte ja nur ankommen) zum Wilden Eber. Hier herrschte wie immer die absolute Gänsehautstimmung, so dass sich niemand traute auch nur einen Schritt zu gehen.
In Wilmersdorf begann für mich dann endlich der Marathon (bei km 30): mir gings super, mein Puls war in Ordnung und ich lief so langsam dem Läuferhimmel entgegen. Auf dem Kurfürstendamm traf ich nochmal Helga und Dieter. An der Gedächtniskirche musste ich wehmütig an frühere Zeiten denken, denn dort war früher das Ziel. Aber es half nichts, ich musste weiter über Potsdamer Straße zum Potsdamer Platz.
In der Französischen Straße, bei km 39, dachte ich, meine Kniescheibe ist eher im Ziel als ich. Zum Glück traf ich hier Helmut Weigt, der mich ein Stückchen begleitete.
Die letzten 2 km auf der Zielgeraden genoss ich unter den Anfeuerungsrufen der vielen Zuschauer und konnte endlich über die Ziellinie laufen. Im Ziel wartete die Jugendgruppe schon mit den bestellten warmen Getränken. Die Zeit wird nicht verraten, ist ja auch egal. Hauptsache man ist ein Finisher. Nach 2 Tagen konnte ich auch schon wieder normal gehen.

Rückblickend war es ein super Lauf, aber die nächste Stadtbesichtigung mache ich dann doch lieber mit dem Bus.

Letzte Aktualisierung / last update: 19.06.2017