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Nachfolgend könnt Ihr unsere immer wieder interessanten Berichte aus dem Vereinsleben lesen (diese sind teilweise mit Fotos aus unserer Galerie verknüpft, sofern vorhanden ...). Aufgrund unserer vielen unterschiedlichen Aktivitäten sind die Berichte nach Jahren unterteilt.

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Winfrieds Wanderfahrten 2009

Teil 3

... von Winfried Spychalski

Mitte Mai war eine Fahrt nach Templin und Lychen angesagt. Leider stieß die Fahrt im Verein wieder auf keinerlei Interesse. Dabei ist die Gegend durch ihre kleinen Seenketten und Kanäle recht reizvoll. Für das Wochenende waren starker Wind und kühle Temperaturen angesagt.
Nach kurzer Fahrt erreichten Andreas und ich den versteckten und wie erwartet fast leeren Zeltplatz am Gleuensee. Mit einigen geübten Handgriffen hatten wir den Dreier Dubrow ins Wasser bekommen. Über den Gleuensee verlief die Fahrt noch sehr angenehm. Auf dem Templiner See hatten wir den zum Sturm auffrischenden Wind voll von vorne und krochen unter Land Richtung Schleuse Templin. Die Schleuse in Templin ist neu gebaut, zwei Jahre alt und vollautomatisch. Mit fast 6 m Schleusenhub ist sie eine der höchsten Schleusen im Land Brandenburg. Dementsprechend lange dauert auch das Schleusen. Wir überlegten, ob wir nicht die alte Umtrage benutzen, zumal wir einen Wagen dabei hatten. Aber wir wollten ja "Neuschleuse" haben.
Voller Erwartung ruderten wir auf dem Templiner Kanal den Röddelinsee entgegen. Am See stellten wir fest, dass der Sturm etwas gedreht hatte und eine Befahrung unter Land problemlos scheint. Also ging die Fahrt bis zur Schleuse Kannenburg weiter. Früher war die Gegend um die Schleuse fest in russischer Hand, und man konnte hier Studien über das Leben in der Sowjetunion betreiben. Heute ist das Schleusenhaus eine Gaststätte.
Der Sturm hatte solche Stärke angenommen, dass wir die Salatblätter auf den Tellern festhalten mussten und der Bierschaum aus unseren Gläsern geweht wurde. Auf der Rückfahrt hatte der Sturm immer weiter gedreht und mit dem erhofften Zurücksegeln wurde nichts.
In der Schleuse wartete schon ein Motorboot auf uns und wir waren flott auf dem Templiner See, wo wir endlich auch einmal einen Kilometer segeln konnten.
Am Zeltplatz wartete schon Ina auf uns und hatte schon die Zelte aufgebaut. So ruderten wir mit Ina und dem entsprechenden Gegenwind noch einmal nach Templin, um die Schleuse zu besichtigen und in der einladenden Gaststätte an der Stadtmauer ein Bier zu trinken. Mit der Abendflaute sollte dann noch der recht große Fährsee befahren werden. Leider war der Wind immer noch so stark, dass wir nicht alle Buchten abfahren konnten. Auf dem Zeltplatz zwang uns nach dem Abendbrot die Kälte in unsere Zelte und Schlafsäcke.
Am nächsten Morgen haben wir schnell alles abgebaut und verladen. Gefrühstückt wurde in der wärmenden Morgensonne auf den Parkplatz zwischen Sanitärhaus und Rezeption. Nach kurzer Autofahrt erreichten wir Lychen und hatten Glück, dass wir an der Umtrage am Oberpfuhlsee neben der Stadtmauer noch Parkplätze für unseren Hänger und Autos fanden. Am Vormittag sollten die für Motorboote gesperrten Seen Zernsee, Plattkowsee und Oberpfuhlsee erkundet werden. Der Sturm des Vortags hatte sich auch etwas gelegt, sodass er uns nur wenig behinderte.
Die Seen sind ähnlich des Feldberger Schmalen Luzin. Immer wenn man denkt, man hat das Ende erreicht, geht es nach einer Kurve weiter. Nach etwas Suchen fanden wir auch die zugewachsene Durchfahrt zum Plattkowsee. Beeindruckend war auch das ehemalige Sanatorium Hohenlychen mit seinen aus der Kaiserzeit stammenden Gebäuden, welche gerade aus ihren Dornröschenschlaf erweckt werden.
Bei der Umrundung des Oberpfuhlsees wurde der die Feldberger Gewässer entwässernde Küstrinchenbach befahren. Nach ca. einem Kilometer endete diese Fahrt aber zwischen Mückenschwärmen auf einer Sandbank. An der nur für kleine Paddelboote gebauten Umtrage hatten wir einige Mühe, das Boot ins Unterwasser zu befördern. Aber bergab geht es immer besser als bergauf.
Das Mittagessen in der angrenzenden Gaststätte schmeckte dann umso besser. Der Wind hatte sich soweit gelegt, dass der Große Lychener See mit allen Buchten und Inseln umrundet werden konnte. Die reizvolle Woblitz, nach der unser Zweier benannt ist, mussten wir aus Zeitgründen auslassen. Auf engen Kanälen zwischen zahlreichen Bootsschuppen wurden dann noch der Stadtsee und der Wurlsee abgerudert. Ein aufkommendes Gewitter zwang uns zur Eile und die Fahrt am Stadtsee zu beenden. Nach einer Wanderung durch Lychen waren auch die Autos und der Hänger geholt und alles verladen.
Ich möchte nur allen sagen, die nicht dabei waren, dass sie vor allem von der Landschaft und Ruhe her wirklich etwas verpasst haben. Die Fahrt war auch ein Beweis dafür, dass man bei schlechterem Wetter mit entsprechendem Bootsmaterial schöne Fahrten unternehmen kann.

Letzte Aktualisierung / last update: 17.07.2017