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Nachfolgend könnt Ihr unsere immer wieder interessanten Berichte aus dem Vereinsleben lesen (diese sind teilweise mit Fotos aus unserer Galerie verknüpft, sofern vorhanden ...). Aufgrund unserer vielen unterschiedlichen Aktivitäten sind die Berichte nach Jahren unterteilt.

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Elbefahrt

... von Winfried Spychalski

Da ja 2003 niemand mit mir eine Elbefahrt machen wollte, habe ich mich nach einer anderen Gelegenheit umgesehen.
So veranstalten die Akener immer Ende November ihre Eisfahrt, meist ohne Eis.

Es hatte sich auch eine kleine Gruppe in Berlin gefunden, welche daran teilnehmen wollte. Jedenfalls zwängten wir uns zu viert in Plutos Auto und wurden nach Aken gebracht. Hier wurden wir neben den Akenern auch von einer Gruppe Uelzener Ruderer empfangen. Neben dem Abendbrot wurden noch einige Vorräte an flüssigen Getränken vertilgt und das Wiedersehen zünftig gefeiert. Da die Nacht sehr mild war, war es auch kein Problem, in der unbeheizten Bootshalle bei offener Tür zu übernachten.
Am Sonnabend war um 5.30 Uhr Aufstehen angesagt. Um 6.30 Uhr wurden die Boote startklar gemacht. Es waren 2 Vierer ohne und ein Vierer mit.
Es hatten sich Ruderer aus Aken, Schönebeck, Uelzen, von der Treptower RG, von Energie, aus Schmöckwitz und Turbine versammelt.
Es war noch stockfinster. Der Steg führte ins Dunkel. Irgendwo da unten sollte das Wasser der Elbe sein. Schließlich haben wir sie doch gefunden und alle Boote startklar gemacht.
Kurz vor 7 Uhr, beim ersten Morgengrauen, haben wir dann abgelegt.

Die Landschaft hinter Aken gilt als großer Auenwald. So ging es erst mal fast 20 km nur durch die pure Natur. Als es nun heller wurde, konnten wir feststellen, dass in der Elbe sehr wenig Wasser ist. Überall waren sandige Ufer zu sehen. Die Einheimischen mahnten uns zu Eile. Lange Pausen gab es nicht. Durch das geringe Wasser war auch die Strömung nicht so gut. Es stellte sich eine Reisegeschwindigkeit von 10 km/h ein, was für die Elbe sehr wenig ist.

Bei Magdeburg -Altwerder sollte der erste Landgang nach knapp 50 km erfolgen. Vorher musste aber noch kräftig gerudert werde, denn zwischen Schönebeck und Magdeburg war die Strömung kaum spürbar. Auch der Magdeburger Ruderclub schien auf dem Trockenen zu sitzen.

Im Bootshaus von Magdeburg-Altwerder wollten wir es uns eigentlich gemütlich machen, aber es war niemand da und der Schlüssel nicht am vereinbarten Ort. Auf der Elbe gab es auch eine äußerst seltene Wettererscheinung. Es setzte Schiebewind ein. Nach 20 Minuten beschlossen wir daher, den Rest der Pause auf dem Wasser zu verbringen.

Nun ging es am Domfelsen vorbei. Wenn hier keine Strömung ist, wo denn sonst? Obwohl das Wasser wieder sehr rau war, so war es diesmal sehr wenig. Auch später an der Eisenbahnbrücke war fast normales Wasser.

Durch Magdeburg sind wir die ganze Zeit gerudert. Die Uferwände waren diesmal besonders hoch, so dass ohnehin sehr wenig zu sehen war.

Eigentlich wollten wir hinter Magdeburg unsere Pause weiter fortsetzen. Nach kurzem Halt fuhren wir aber weiter. Trotz Schiebewindes sind wir in 10 Minuten nur einen halben Kilometer vorwärts gekommen.

Bei Hohenwarthe kreuzt nun endlich der Mittellandkanal die Elbe. Unter der riesigen Trogbrücke wurde ein kurzer Halt anberaumt. Es ist ein riesiges Bauwerk und mit dem Schiffshebewerk Niederfinow vergleichbar. Leider kam kein Schiff über die Brücke gefahren.

10 km hinter Brücke gab es den 2. Teil vom Mittag. Auf einer windigen Sandbuhne wurde Bohneneintopf erwärmt. Leider passten Kocher, Topf und Wetter nicht so richtig zusammen, so dass die ersten Portionen nur mäßig warm waren. Je weniger im Topf war, desto besser hat es dann geschmeckt. Bei dem schönen Schiebewind hat es uns aber nicht lange an Land gehalten.

Zum Schluss kam dann noch der uninteressanteste Teil der Elbe: Es ging durch das ehemalige Truppenübungsgebiet von Kähnert. Hier sah es früher wie in der Wüste aus. Jetzt sind schon spärliche Büsche zu sehen.

Zum Ende Fahrt stellten wir fast, dass uns nur einmal Entenschutz und ein Frachtkahn begegnet sind. Soviel zum Thema Schiffsverkehr auf der Elbe.

Zum Ende der Fahrt vor Bittkau wurde es schon fast dunkel. Nach 96 km legten wir bei Bittkau an. Im Dunkeln wurden dann im Schein einiger Taschenlampen die Boote verladen.

Hier verabschiedeten wir uns von einen Teil der Mitreisenden und es ging auf einem längeren Fußmarsch zu einem Zeltplatz auf den Elbauen. Die Uelzener wollten am nächsten Tag noch weiter rudern, und hatten ihr Boot in der Nähe des Zeltplatzes an Land gezogen. Diese Stelle war aber nur zu Fuß zu erreichen.

Die Zeltplatzgaststätte hatte extra für uns geöffnet und so wurde der Tag noch lange ausgewertet. Zur Nacht hatten wir dann Betten in schönen Bungalows.

Am Morgen bemerkten wir, dass der Zeltplatz einen eigenen Badesee hat. Weit am Ufer standen irgendwelche Gestelle herum. Beim näheren Hinsehen erkannte wir diese als Sprungtürme. Im Badesee fehlten gut 2 m Wasser. So standen diese weit an Land.

Eigentlich wollten wir gleich nach Berlin fahren und dort noch etwas rudern. Doch einer musste noch auf seine vergessenen Sachen aus Aken warten, dann wurden noch die Uelzener zum Boot begleitet und ein kleiner Frühschoppen veranstaltet.

Bei den Uelzenern konnte ich mir noch einmal so ein Boot ansehen, wie wir es auch haben wollen. Sie hatten einen breiten E- Vierer ohne Steuermann mit trittfester Bootshaut. Es war schon ein komischer Anblick, dass die Leute auf der Bootshaut standen und nichts passierte.

Am späten Vormittag wurden wir von Pluto wieder nach Berlin gebracht.

Letzte Aktualisierung / last update: 10.08.2017