Auf ein Wort!

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24.10.2020
Auf ein Wort - 2. Halbjahr 2020
Liebe Turbine-Mitglieder!

Der September ist nun auch fast vorbei. Damit leben wir inzwischen 6 Monate mit der Ausnahmesituation, ausgelöst durch ein Virus mit vielen Namen: SARS-CoV-2 oder Covid-19 oder Corona.
Der Gesetzgeber hat zum Umgang mit diesem Virus eine Verordnung erlassen, die genauso wie z.B. die Straßenverkehrsordnung, die Lebensmittelverordnung oder viel andere rechtliche Regelungen einzuhalten sind. Glücklicherweise ist auch der Gesetzgeber lernfähig, so dass diese Verordnung immer wieder Revisionen erhält und der aktuellen Situation angepasst wird.
War anfangs die Ausübung von Sport in Vereinen gänzlich untersagt, so sind wir inzwischen soweit, dass wir wieder in Mannschaftsbooten rudern dürfen. Berlin war das letzte Bundesland, welches dies nach viel Überzeugungsarbeit zuließ. Damit das so bleibt, ist es an uns, die Regeln einzuhalten.
Für den Verein wurde ein Hygienekonzept in Anlehnung an das Hygienekonzept des LRV sowie DRV erstellt, welches es einzuhalten gilt. Das Einhalten der AHA-Regel, das Eintragen in die Anwesenheitsliste, das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung im Haus oder bei Abständen unter 1,5 Metern, die hygienische Reinigung der Boote und Skulls nach dem Rudern sind darin festgeschrieben. Es darf erwartet werden, dass im Interesse unser aller Gesundheit dieses Hygienekonzept eingehalten wird.
Leider ist es so, dass unser Vereinsleben aufgrund der Gegebenheiten immer noch weit von dem entfernt ist, was wir vor Corona kannten. Das unbeschwerte Zusammensein am Donnerstag nach dem Rudern ist den Hygieneregeln des Landes Berlin genauso zum Opfer gefallen wie das wöchentliche Kaffeetrinken unserer langjährigen Mitglieder. Da hilft es wenig drüber hinweg, dass wir 14-tägig zumindest die Ausgabe von Flaschengetränken nach den Vorgaben bewerkstelligen.
Ja, der Vorstand weiß, dass dies eine unbefriedigende Lösung ist und der Hinweis, dass es in anderen Vereinen oder in anderen Bundesländern anders abläuft, hilft leider nicht weiter. Nur weil andere bei Rot über die Ampel fahren heißt dies nicht, dass es rechtens ist und wir das auch dürfen. Ich kann Euch versichern, dass seitens des Vorstandes zeitnah auf jede Lockerung der entsprechenden Verordnung reagiert wird. In jedem Vorstandsschreiben nach Änderungen diverser Verordnungen stecken unzählige Stunden Arbeit und auch so manches Mal Bootshausbesuche bei Nacht mit dem Zollstock, um das vorgegebene Regelwerk des Landes Berlin für uns alle optimal umzusetzen.
Kein Vorstandsmitglied hat ein Interesse daran, Lockerungen, die zurück in unser „altes“ Vereinsleben führen, zu verschleppen. Bedeutet es doch auch, dass sich die jetzige Situation sowohl sozial und gesellschaftlich als auch wirtschaftlich niederschlägt. Zurzeit wird daran gearbeitet, den Thekendienst zu optimieren und neben dem Angebot von Flaschengetränken eine Möglichkeit zu schaffen, auch noch etwas Essbares anbieten zu können.
Seitens des LRV wurde das Abrudern inzwischen abgesagt, hier wird an einer Lösung gearbeitet, um zumindest ein vereinsinternes Abrudern auf die Beine zu stellen. Anstelle der Abschlussfahrt ist geplant, an zwei Tagen größere Touren anzubieten. Je nachdem, welche Regeln in anderen Ländern oder Bundesländern herrschen, versucht unser Wanderruderwart weiterhin Wanderfahrten anzubieten.
Wir sind in den vergangenen Tagen vermehrt auf die zu leistenden Arbeitsstunden angesprochen worden. Wir wollen uns alle bemühen, die regulären Arbeitsstunden für 2020 zu leisten. Auch wenn der Anteil des Thekendienstes in diesem Jahr wohl geringer ausfallen wird, gibt es unverändert viel am Haus und an den Booten zu tun. An dieser Stelle sei an die Pin-Wand zu den Umkleiden erinnert. Hier findet man stets nötige Arbeiten. Wer sich bei einer Sache unsicher ist, kann sich natürlich gern an uns, den Vorstand, wenden.
Unsere im Oktober geplante Mitgliederversammlung wird leider nicht stattfinden können. Unsere Räumlichkeiten bieten nicht den ausreichenden Platz. Für die Weihnachtsfeier arbeiten wir derzeit an einer Variante, welche uns zumindest ein geselliges Beisammensein ermöglicht.
Ihr seht, es tut sich etwas. Es bleibt nur zu hoffen, dass sich die Situation nicht wieder verschärft. Um dies mit zu gewährleisten, müssen wir uns leider weiterhin in Geduld üben, auf uns aufpassen und der Dinge harren, die da kommen. An dieser Stelle sei auch noch einmal all jenen Mitgliedern für ihre Loyalität dem Verein gegenüber gedankt, für die in diesen Zeiten leider nicht das für sie geeignete Angebot zur Verfügung gestellt werden kann.
Das allerwichtigste ist aber, dass wir gesund bleiben und wenn es dann soweit ist, wir uns alle in der Turbine-Familie wiedersehen.

In diesem Sinne
Karsten Pudelko